Was sind Datenbroker? Wie Ihre Daten gehandelt werden
In der digitalen Wirtschaft sind persönliche Daten eine wertvolle Handelsware. Datenbroker — auch Datenhändler genannt — sind Unternehmen, die systematisch personenbezogene Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen sammeln, aufbereiten und an Dritte weitergeben oder verkaufen. In der Schweiz, Deutschland und Österreich sind sie weit verbreitet.
Wie arbeiten Datenbroker?
Datenbroker sammeln Informationen aus verschiedenen Quellen:
- Öffentliche Register: Handelsregister (Zefix, Unternehmensregister.de), Grundbücher, Betreibungsregister
- Telefonverzeichnisse: search.ch, Das Telefonbuch, Herold.at
- Online-Aktivitäten: Social-Media-Profile, Forenbeiträge, Kommentare
- Datenlecks: Gehackte Datenbanken, die im Dark Web zirkulieren
- Partnernetzwerke: Datenaustausch zwischen Unternehmen
Diese Daten werden dann zu umfassenden Personenprofilen zusammengefügt und für Marketing, Bonitätsprüfungen, Adressverifikation oder Hintergrundchecks verwendet.
Bekannte Datenbroker im DACH-Raum
Einige der bekanntesten Datenbroker in der Schweiz, Deutschland und Österreich sind:
- Moneyhouse (CH): Sammelt Handelsregister- und Personendaten aus der Schweiz und bietet Bonitätsauskünfte.
- North Data (DE): Aggregiert Handelsregister- und Firmendaten aus ganz Europa.
- CRIF/Deltavista (DACH): Bietet Wirtschaftsauskünfte und Bonitätsdaten.
- Bisnode/Dun & Bradstreet: Internationaler Datenanbieter mit DACH-Präsenz.
Ihre Rechte gegenüber Datenbrokern
Nach DSGVO (Art. 17) und nDSG (Art. 32) haben Sie das Recht, die Löschung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen. Das gilt auch für Datenbroker. Konkret können Sie:
- Ein Auskunftsersuchen stellen (Art. 15 DSGVO / Art. 25 nDSG)
- Die Löschung Ihrer Daten verlangen
- Der weiteren Verarbeitung widersprechen
- Bei Verstössen Beschwerde bei der Datenschutzbehörde einreichen
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