Negativen Google-Eintrag entfernen: Anleitung für Privatpersonen
Ein negativer Google-Eintrag über Sie — sei es ein alter Forenbeitrag, eine ungerechtfertigte Bewertung oder ein veralteter Artikel — kann berufliche und private Konsequenzen haben. Glücklicherweise gibt es mehrere Wege, solche Einträge zu entfernen oder zumindest zu verdrängen.
Welche Arten von Einträgen können entfernt werden?
- Veraltete Inhalte: Seiten, die nicht mehr existieren, aber noch im Google-Index sind
- Persönliche Daten: Telefonnummern, Adressen oder andere sensible Informationen
- Rufschädigende Inhalte: Unwahre Behauptungen oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen
- Irrelevante Ergebnisse: Einträge, die nicht mehr aktuell oder zutreffend sind
Weg 1: Google-Tools nutzen
Google bietet mehrere Werkzeuge zur Entfernung:
- Tool für veraltete Inhalte: Wenn die Originalseite gelöscht wurde, können Sie Google bitten, den Cache zu entfernen
- Formular für persönliche Daten: Google entfernt auf Antrag Kontaktdaten, Bankdaten oder Ausweisdokumente aus den Suchergebnissen
- Recht auf Vergessenwerden: EU-Bürger können über ein spezielles Formular die Entfernung von Suchergebnissen beantragen, die nicht mehr relevant sind
Weg 2: Quellseite kontaktieren
Effektiver als die Google-Entfernung ist die Löschung an der Quelle. Kontaktieren Sie den Webseitenbetreiber direkt und verlangen Sie die Löschung nach DSGVO Art. 17. Wenn die Originalseite den Inhalt entfernt, verschwindet auch der Google-Eintrag nach dem nächsten Crawl.
Weg 3: Rechtliche Schritte
Bei unwahren Tatsachenbehauptungen oder Persönlichkeitsrechtsverletzungen haben Sie rechtliche Ansprüche:
- Unterlassungsanspruch: Der Betreiber muss den Inhalt entfernen und darf ihn nicht erneut veröffentlichen
- Gegendarstellungsrecht: Bei Presseveröffentlichungen können Sie eine Gegendarstellung erzwingen
- Schadensersatz: Bei nachweisbarem Schaden können Sie Entschädigung fordern
Prävention: Positive Inhalte aufbauen
Parallel zur Entfernung negativer Einträge sollten Sie positive Inhalte aufbauen, die in den Suchergebnissen höher ranken: ein professionelles LinkedIn-Profil, eine eigene Website oder Gastbeiträge in Fachpublikationen.
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